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Positive Zeichen setzen

Freudenberg, den 15. Februar 2009

 

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Siegerland Kurier vom 15.02.2009

Als eins von neun mittelständischen Unternehmen wurde jetzt die IBF GmbH aus Freudenberg für ihr gesellschaftliches Engagement durch Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der BertelsmannStiftung, und Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlandes und Präsident des Bundesrates, ausgezeichnet.

Das Freudenberger Unternehmen wurde aus rund 1000 Bewerbungen der Initiative "Unternehmen für die Region" ausgewählt und zwar für seine Technik-Camps für Kinder.

Die IBF GmbH bietet die Technik-Camps seit 2007 in Kooperation mit der Universität Koblenz-Landau und dem Freudenberger Verein Frids e.V. an. Hier werden Kinder im Alter von acht bis vierzehn Jahren in den Schulferien spielerisch an Technik herangeführt, nach dem Motto "Anfassen, Staunen und Mitmachen".

IBF-Geschäftsführer Jörg Bitterlich sieht sein Engagement ganz pragmatisch: "Deutschland braucht interessierte Jugendliche, die zu gut ausgebildeten Fachkräften werden, denn in Kürze wird uns der Fachkräftemangel auch hier in der Region vor Probleme stellen."

Auch Liz Mohn verdeutlichte, dass gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden. "Die Unternehmer setzen damit gerade in der gegenwärtigen Krise ein positives Zeichen. Sie zeigen, welchen aktiven Beitrag Unternehmen für das Gemeinwesen leisten können", bekräftigte Mohn anlässlich des Festaktes in Berlin.

Auch der Bundesratsvorsitzende Peter Müller unterstrich, wie wichtig der aktive Einsatz von Unternehmern gerade in den Regionen Deutschlands sei: "Die gegenwärtigen Herausforderungen sind ohne das aktive Engagement seitens der Unternehmer nur schwer zu meistern. Verantwortliches Unternehmertum ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Wandel und für wirtschaftlichen Erfolg."

Für die Bitterlich-Brüder fängt mit der Auszeichnung die Arbeit erst an: Die Technik-Camps 2009 beginnen mit dem Robonauten-Camp in den Osterferien und ein neues Projekt steht "vor der Tür": Gemeinsam mit der benachbarten Realschule möchte die IBF GmbH Schüler in kaufmännischen Prozessen schulen.

Dazu ist vorgesehen, im Rahmen des Neukaufs einer Unternehmenssoftware kostenfreie Lizenzen für die Schule zu erwerben, an denen dann von der IBF GmbH ausgebildete Lehrer den Schülern Vorgänge aus der Unternehmenspraxis näherbringen können. Daran anschließend haben die Schüler während eines zweitägigen Unternehmenspraktikums die Gelegenheit, ihre neu erworbenen Kenntnisse anzuwenden.

Auch dieses Engagement sehen Jens und Jörg Bitterlich nicht als Investition in potenzielle Mitarbeiter, sondern als Beitrag für die Gesellschaft. Denn, stellte Jens Bitterlich im Gespräch am Rande des Festaktes fest: "Deutschland kann es sich nicht leisten, Jugendliche nach der 9. oder 10. Klasse in Hartz IV übergehen zu lassen. Die Gesellschaft ist gefordert, das zu verhindern."